Spätzle Grundrezept

 

Die Zubereitung von Spätzle lässt sich schwer schriftlich vermitteln. Der Teig muss am Schluss eine bestimmte Konsistenz haben. Pro Ei nimmt man 100 bis 150 g Mehl. Die Menge des Wassers hängt von der Größe der Eier und der Beschaffenheit des Mehls ab. Der Teig sollte noch zäh und keinesfalls flüssig sein. Wenn man lange genug gerührt hat, wirft er Blasen. Die Konsistenz ist auch je nach verwendetem Endgerät anders: Setzt man eine Spätzlepresse ("Spätzleschwob") ein, kann er etwas fester sein. Für eine Reibe (die bayerische Variante) oder gar den Handschaber sollte er flüssiger sein.

Wichtig ist, lange zu rühren. Dann sollte der Teig noch eine halbe Stunde ruhen. Dann kocht man Wasser, salzt es und fügt Öl hinzu. Nun presst, reibt oder schabt man die Spätzle ins kochende Wasser. Sobald sie oben schwimmen, schöpft man sie ab und stellt sie warm, bis die nächste Ladung fertig ist.

Früher habe ich Spätzle ehrenhalber auch vom Brett geschabt. Dazu benötigt man ein an einer Kante keilförmig zulaufendes Spätzlebrett und ein dünnes gerades Spätzlemesser. Zum Schaben wird das Messer ins kochende Wasser getaucht und dann ein dünner Teigfetzen damit ins Wasser geschabt. Meist machen Anfänger die Spätzle zu groß, da sie im Wasser noch an Volumen zunehmen. Das Ganze lässt sich noch schwieriger hier erklären und man muss es vorgeführt bekommen.

 

Noch eine Anekdote: In Louisiana haben wir in einem Tankstellensupermarkt eine Fertigpackung Spätzle mit der Aufschrift "Swiss style tiny dumplings" gefunden.

 

 

Letzte Änderung: 31. Januar 2006
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